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A - Z Dracula


Wer kennt ihn nicht, den lichtscheuen Grafen namens Dracula, der des Nächtens aus seiner Gruft steigt und mit seinen spitzen Eckhauern wildfremde Menschen, am liebsten natürlich hübsche junge Damen, in den Hals beisst. Er fürchtet nur das Tageslicht, das Kruzifix, Knoblauchknollen und jenen spitzen Holzpflock, der ihm und seinem Vampirdasein tatsächlich ein Ende bereiten könnte.

Dieser Stoff beschäftigt die Filmregisseure von Murnau bis Coppola seit über 70 Jahren. In Wahrheit ist Dracula erst durch den Roman von Bram Stoker 1897 aus seiner Gruft gestiegen. Der Budapester Orientalist Armin Vambrey hatte dem Schriftsteller vom grausamen Fürsten Vlad Tepes berichtet. Daraus und aus Erzählungen von Siebenbürger Sachsen schuf der Ire die Geschichte vom transsilvanischen Vampir, den wohl erfolgreichsten Schauerroman überhaupt.

Zu den Fakten: Im 15. Jahrhundert lebte in der Walachei ein Graf namens Vlad Dracul. Dracul bedeutet ursprünglich Drache, heißt aber im Rumänischen auch Teufel. Jender Vlad prügelte sich gerne mit den Türken herum, die immer wieder in das Land eindrangen, und gehörte dem Drachenorden an, der im Auftrag des Papstes Ungläubige bekehren sollte. Das trug ihm den eher anerkennenden Namen Dracul ein.

Sein Sohn aber, Vlad Tepes, muss ein wirklicher Bösewicht gewesen sein. Tepes heißt Pfähler und Vlad ließ seine Gefancenen aufspießen oder bei lebendigem Leib zerschneiden, um mit ihrem Blut die Häuser zu bemalen. Deswegen nannte man ihn auch gerne Dracula, Teufelchen. Die grausame Hinrichtungsart des Pfählens hatte er ührigens den Türken abgeschaut, als er dort für einige Jahre als Geisel für das Wohlverhalten seines Vaters festgehalten wurde.

1477 wurde Vlad Tepos im Kampf gegen die Türken erschlagen. Die Sieger schafften seinen abgeschnittenen, in Honig konservierten Kopf zu Sultan Mohammed nach Istanbul. Der Rest soll vor dem Altar des Klosters Snagov bei Bukarest bestattet worden sein. 1933 lüfteten Archäologen die Grabplatte - das Grab war leer. Doch noch heute schwören die Mönche, daß die Überreste des Dracala hier beigesetzt wurden.

Bram Stoker, der nie in Rumänien war, verlegte das Versteck des blutsaugenden Grafen in die Nähe des Borgo-Passes (Tihuta-Paß). "Da stand das Schloß in all seiner Größe, tausend Fuß hoch auf dem Gipfel eines steil ansteigenden Kegels, von den Bergen rundum durchtiefe Täler getrennt: einwilder und unheimlicher Anblick." Tatsächlich stößt man am Paß nur auf ein Dracola-Restaurant für Touristen.

Die wahre Dracula-Burg soll Schloß Bran (Törzburg) bei Brasov (Kronstadt) sein. Dort erhebt sich tatsächlich auf einem Felsen eine trutzige Festung, und am Parkplatz werden Dracula-Pullover und T-Shirts verkauft.

Das rumänische Tourismusministerium versucht, mit dem prominenten Blutsauger Geschäfte zu machen. Man plant einen Dracula-Park im Stil eines Disneyworld, der Millionen Touristen anziehen soll. Eine gute Chance für die Region, meinen die einen, der Ausverkauf der Siebenbürger Kultur, die anderen.

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