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Schafe

In Rumänien wird nach wie vor der urzeitliche Herdentrieb praktiziert. Im April-bis Mai, in der Regel nach Ostern, ziehen die Schafherden auf die Gebirgsweiden. Im Oktober beginnt der Abtrieb in die Ebenen, wo die genügsamen Schafe in milden Wintern die ganze Zeit im Freien zubringen.

Schafzucht wird in Rumänien sowohl für Fleisch und Milch als auch für Wolle betrieben. Allerdings ist die Wolle einheimischer Schafrassen rauh und eher zum Teppischknüpfen verwendet. Haupteinnahmequelle der Schafzüchter bleiben die Schlachtschafe - Lamm- und Schaffleisch ist begehrt und gehört zu den Nationalgerichten, vor allem aber der Schafkäse.

Frischer Schafkäse heißt "cas" (lies: Kasch), gesalzener heißt "Branza" (lies: Brindsa). Die Salzlake wird präpariert, indem warmem Wasser soviel Salz zugegeben wird, bis ein frisches rohes Ei darauf schwimmt. Die Molken, die nach der Käsebereitung übrigbleiben, werden noch einmal im Kessel aufgekocht und ergeben die "urda”, einen Süßkäse, der zum Maisbrei genossen wird oder für Hefekuchen.

Eine Schafherde umfaßt zwischen hundert und zweihundert Schafe, reiche Herdenbesitzer haben bis zu zehn und mehr Herden auf der Weide. Die Knechte, die auf einer Hochweide weilen, sind vom Ältesten, dem "baci" (lies Batsch) angeführt, der auch der Chef der Käsebreitung ist und der auch Recht spricht. Wichtigster Helfer der Hirten ist der Schäferhund, wobei sie meist gutabgerichtete kleinrassige Hunde neben großen und starken Schäferhunden ("urs" = Bär nennen sie die Schäfer gern) halten.

Achtung: beim Annähern an eine Schafherde kommt es vor, dass die Schäferhunde anzugreifen versuchen. Flucht hilft nicht! Hinsetzen und ruhig bleiben aber auf alle Fälle. Keine Angst oder Panikreaktion zeigen! Das reizt zum Angriff. Und weil Schäferhunde auch meist hungrig sind, tun schon Brotstücke, die man ihnen zuwirft, Wunder. Meist aber lassen sie von Fremden erst ab, wenn der Schäfer sie zur Ordnung ruft. Wanderstäbe oder Stöcke sollten bei Hochgebirgswanderungen immer dabei sein.

Durch die Privatisierung des Landes haben die Wanderschäfer zunehmend Probleme, Ihre Herden von der Sommer- zur Winterweide und umgekehrt zu treiben. Denn waren ihnen zu Zeiten Ceausescus eigene Wege garantiert, so haben die heutigen Grundbesitzer - verständlicherweise - keine Freude mit ihnen. Auch deshalb sieht man häufig Schafherden auf den Straßen und durch die Ortschaften ziehen, was natürlich nicht ganz ungefährlich ist.

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