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Berichte Bericht 2/1

Helga ist der Chef! (Teil 2)

Natürlich sah die Realität ganz anders aus. Die Zweierreihen wurden bald ein Riesen Knäuel um den Kleintransporter, Kinderhände griffen von allen Seiten in die Kartons, die wir zum Schutz schon über unsere Köpfe hielten, erste Mitglieder unserer straff organisierten Truppe schmissen die Nerven weg - "das hat doch alles keinen Sinn!" - kurz: das perfekte Chaos.

Erst als ich es schaffte, mich aus dem Menschenknäuel zu befreien, um mit der Kamera ein paar Schnappschüsse zu machen, empfand ich die ganze Situation - wie übrigens die Kinder auch - als Riesengaudi. Stolz präsentierten die besonders Erfolgreichen ihre fünf bis sechs Schmusetiere und boten mir aus ihrem reichlichen Vorrat von Manner-Wafferl an.

Als hier offensichtlich nichts mehr zu holen war, wurde die nächste Attraktion gesucht. So musste ich etwa 200 Leute in den unterschiedlichsten Zusammenstellungen fotografieren. Und als man dann bemerkte, dass das, womit ich da hantierte, gar kein Fotoapparat sondern eine Videokamera war und zwar eine, in der man sich selbst sehen kann (Digitaltechnik), war ich wiederum in der Mitte einer Menschentraube gefangen.

Nächster Punkt auf der Tagesordnung: Visite von Haus zu Haus, um festzustellen, ob die gelieferten Hilfsgüter auch angekommen sind und was noch benötigt wird. Eigentlich endete beinahe jedes Gespräch damit, dass Helga eine strenge Ermahnung aussprach. Sie drohte, der jeweiligen Familie nie wieder etwas zu schicken, wenn die es wieder verkaufen würden. Daraufhin schworen diese bei allem was ihnen heilig ist Besserung und auf ging es zum nächsten Haus.

Nun waren wir aber in unserer Gruppe etwa zehn Leute und so trotteten da eine Menge Menschen von Haus zu Haus. Denn jeder von uns hatte mittlerweile jeweils an der linken als auch an der rechten Hand zumindest ein Kind. Manche hielten sich auch noch am Pullover fest. Es wurde auch um den besten Platz gestritten. Direkt an der Hand war der allerbeste, in zweiter Reihe (also ein Kind zwischen mir und dem betroffenen Kind) war schon bei weitem nicht mehr so gut. In dritter Reihe gab es dann Tränen...

Da Helga stets mit dem Aufnehmen der Gegebenheiten beschäftigt war, versuchten die anderen Leute währenddessen, von uns, den Begleitern, irgendwelche Geschenke zu bekommen. Natürlich konnte ich die strenge Ordnung von Helgas Verteilungsplan nicht durchkreuzen und so antwortete ich auf die Anfragen meist mit einem Achselzucken und der Entschuldigung "Helga ist der Chef!"

Das wurde schnell zum geflügelten Wort unter den Romakindern und so gaben sie sich schließlich unter Lachen schon selbst die Antwort: "Helga ist der Chef! You Assistent!"

Es war ein wunderschöner Tag. Ich denke, auch für die Bewohner von Hostad.

Die Bilder zur Story finden Sie hier
Einen Film zur Story finden Sie hier
(Quicktime 620 kB)


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