Weiter östlich sehen die Uniformierten ihre Aufgabe etwas anders. die Frau aus Bukarest in meinem Abteil war wohl dem österreichischen Kaffee verfallen. Denn sie wollte gleich zehn Packungen davon mit nach Hause bringen, was nach den rumänischen Zollvorschriften nicht erlaubt ist. Doch das Problem war schnell behoben. Ein Kilo Kaffee war der Tarif, den der dicke Zöllner als seinen Anteil unter der Uniformjacke verschwinden liess. Er wünschte uns allen noch eine gute Reise und verschwand mit einem zufriedenen Grinsen. "Willkommen in Rumänien" dachte ich bei mir und legte mich noch für eine Stunde aufs Ohr.
In Alba Julia hatte ich zwei Stunden Aufenthalt, gerade genug zum Geldwechseln und um einen Kaffee zu trinken. Laut Anzeigetafel sollte mein Anschlußzug nach Tg. Mures um 9.23 Uhr vom Bahnsteig fünf abfahren.
Als um kurz nach halb zehn ein Regionalzug auf Gleis vier einfuhr, der ein Schild mit der Aufschrift "Timisoara" trug, folgte ich den anderen Wartenden und bestieg ihn nach anfänglichem Zweifel.
Dass meine Enstscheidung richtig war, stellte sich erst bei der nächsten Haltestelle heraus, die glücklicherweise auf meiner Route lag.