Die internationalen Züge ähneln den hierzulande bekannten noch einigermaßen, die Regionalzüge aber sind eine abenteuerliche Sache. Das beginnt schon beim Einsteigen. Die Trittbretter sind dermaßen hoch, dass es verwundert, wie ältere Menschen es schaffen, diese zu erklimmen. Der Zustand der Lokomotiven und Waggons ist erschreckend.
Da die Züge stets überfüllt sind, sollte man sich nach Möglichkeit rechtzeitig eine Fahrkarte besorgen. Rumänen scheuen offene Zugfenster, so dass in den Abteilen meist ein schrecklicher Mief herrscht. Durch die geschlossenen Fenster fällt es schwer, die herrliche Landschaft zu betrachten, denn sie sind meist so verdreckt, dass man nur verschwommene Konturen wahrnehmen kann. Vermeiden sollte man in jedem Fall einen Besuch der Toilette.
Die Bahnverbindungen in Rumänien sind größtenteils schlecht und unbequem. Trotzdem bietet diese Art zu reisen interessante Einblicke ins rumänische Alltagsleben. Bauern, die zum Markt fahren, um ihre Produkte zu verkaufen, reisende Zigeuner, Familien, Schüler und Studenten - alle fahren mit der Bahn. Und mit ein paar Wörten Rumänisch kommen Sie garantiert schnell ins Gespräch.
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