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Reiseberichte Bericht8
Mario, Holger, Peter, Matthias und Kerstin auf ihrer Wanderung im Cindrel-Gebirge, Mai 2003
27. Mai 2003 (1.Tag unserer Wanderung)

Unsere abenteuerliche und lustige Karpatenwanderung beginnt mit intensivem "Essenfassen" im Supermarkt von Sibiu. Schließlich will alles gut organisiert sein! Christian hat uns die Route vorbereitet und eine Karte besorgt.
Gegen 10:30 Uhr war Abmarschbefehl in Iuliana’s Wohnung. Das erste Ziel war die Straßenbahn-Haltestelle gegenüber des Friedhofs in Sibiu. Natürlich wird dorthin gewandert! Zum ordnungsgemäßen Auftakt einer Reise gehört erst einmal ein Bier und so begann der Tag an der Haltestelle. Nach längerer Wartezeit wurden wir unsicher, ob überhaupt jemals eine Straßenbahn vorbeikommt. Deshalb hat Peter den alten Indianertrick angewendet und an der Schiene gehorcht und... es ist ein alten Dacia darüber gefahren. Aber die Bahn war noch lange nicht in Sicht.

Irgendwann gegen 11 Uhr fuhr die kleine Bahn vor, wir fragten vorsichtshalber noch den Schaffner und dann ging es los. Sehr böhmisch diese kleine Rumpelbahn :O). Unsere Zielstation war "Fabrica Dumbrava", etwa 3 oder 4 Haltestellen. Die Leute in der Bahn waren sehr auskunftsfreudig und haben uns auch noch einmal gesagt, wann wir aussteigen müssen.

Gegen 11:30 Uhr sind wir dann endlich los gelaufen Richtung Cisnadiora (Michelsberg), vorbei an Feldern und Wiesen, immer die Berge im Blick. Die Bauern gingen ihrer Arbeit nach und in den Dörfern herrschte geschäftiges Treiben. Um 12:30 Uhr kamen wir durch Cisnadiora. Weiter ging es in brütender Hitze Richtung Cisnadie, wo wir 13:30 Uhr ankamen. Cisnadie ist ein ziemlich großes Dorf. Es war gerade Schulschluss und damit Leben auf der Straße. Hier gab es noch sehr viele weitere Einkaufsmöglichkeiten und kleine schmucke Biergärten. In der Disco Denver Bar kehrten wir dann auch erst einmal auf ein bei Bier und Mita... und gegen 14:30 Uhr gingen wir weiter auf hartem Asphalt und in brennender Sonne.

Doch nach einer weiteren Stunde kam ein LKW und der Fahrer liess sich auch absolut nicht davon abbringen, uns mitzunehmen. Also mit Elan auf die Ladefläche gekrabbelt und den nun nur noch kurzen Weg durch Sadu gefahren. Hinter Sadu am Sägewerk war die huppelige Fahrt zu Ende. Wir gingen nun die unbefestigte Forststraße weiter wie von Christian beschrieben... am Wasserkraftwerk vorbei in Richtung Masa Verde. Gegen 16:30 Uhr trafen wir an der verlassenen Bergarbeiterhütte ein. Immer wieder begegnen uns Kuhhirten und grasende Pferde. Das Gebimmel der Kuhglocken erinnert sehr an die Alpen, doch die Landschaft sieht eher nach Riesengebirge aus.

Wie von Christian empfohlen, entscheiden wir uns, nicht den Gipfel Prejba zu besteigen, sondern die Alternativroute Richtung Râul Sadului zu nehmen. Denn in der Ferne begann es zu donnern und nach schon fast 18 km Marsch (vorwiegend auf Asphalt) begannen sich die ersten Ermüdungserscheinungen bei Mario und Kerstin bemerkbar zu machen :O).

Nach weiteren 3 km kam eine Cabana Sadul (Club Sadul). Oh, welch ein Segen, dachten Mario und Kerstin, doch dort wurde noch gebaut und wir konnten nicht übernachten. Die Arbeiter sagten uns: "Noch 3 km bis zur Cabana Bischin". Oh herrjehh... Also fromm und frei weitermarschiert. Unterwegs wurden noch schnell die heissen Füße in den Fluss getaucht und kurz danach ging auch schon das Gewitter los. Und Karpatengewitter hören sich urig an.

Bis zur Cabana Ottoman kamen wir noch trocken, doch die hatte leider geschlossen. Total erledigt und bei Gewitterguss mit Hagel in Erbsengröße rannten wir mit den Kühen um die Wette zur nächsten Hütte. Am Ortseingang von Ciupari kehrten wir in die erstbeste Pension ein, sie hieß A.F. Bischin. Total glücklich und pitschenass bezogen wir unser Gemeinschaftzimmer mit Terrasse. Es kam uns sehr gemütlich vor. Mit ein paar Bieren und unseren Essensvorräten bereiteten wir uns ein kleines Nachtmahl. Mario musste leider wegen kaputten "Kackstelzen" ins Bett :O).

Auf der Terrasse sitzend beobachteten wir das abendliche Dorfleben und das sich in den Bergen quälende Gewitter.



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