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Reiseberichte Bericht8 Tag 3
Mario, Holger, Peter, Matthias und Kerstin auf ihrer Wanderung im Cindrel-Gebirge, Mai 2003
29. Mai 2003 (3.Tag) – Männertag... und der Tuica ist fast leer

Heut’ ist Männertag und wir haben bis zum späten Nachmittag noch kein einziges Bier getrunken... doch beginnen wir am Anfang:

Gegen 06:30 Uhr wurden wir vom rumänischen Stausee-Funkdispatcher geweckt. Denn sein Chef kommt um 7 Uhr und bis dahin müssen wir ausgezogen sein, denn er darf keine Fremden hereinlassen. Also eilig die Sachen geschnappt und raus in die Morgenfrische. Noch schnell die Wasserflaschen mit gelbem Leitungswasser füllen und auf zum Frühstück in die angeblich abgebrannte Cabana (nur 200 m entfernt).

Dort stehen zwei wunderschöne Hütten direkt am Stausee, doch leider nicht bewirtschaftet und etwas verwahrlost. Auf der ehemaligen Terrasse mit Blick auf den See haben wir unseren provisorischen Frühstückstisch eingerichtet. Vorher noch schnell zur Quelle und Morgentoilette mit Katzenwäsche.

Anschließend ging es frisch und frei Richtung Rozdesti (etwa 1 Stunde Weg). Dort stehen mehrere Hütten von Fischern und Waldarbeitern, wo man sicherlich auch ein Bett finden würde, doch so weit sind wir am Vorabend nicht mehr gekommen. Weiter auf der Forststraße Richtung Serbânei, wo nach einer weiteren Stunde der Weg von der Forststraße abzweigte und dann sehr bergig wurde.

Ab jetzt ging es wirklich in die Berge und nur auf der Suche nach kleinen fast unkenntlichen Wegmarkierungen. Über Stock und Stein den Berg hinauf kamen wir nach mehreren idylischen Pausen auf dem ersten kleinen Gipfel an. Bis hierhin waren es ca. 2 Stunden Marsch. Vom Gipfel aus bot sich ein herrlicher Blick über die Umgebung, grüne Wälder, saftige Wiesen und in der Ferne die weißen schneebedeckten Gipfel der Karpaten... und eine herrliche Ruhe. Nach einer weiteren halben Stunde, vorbei an schönen kühlen Quellen, kam die Bergwacht-Hütte Refugiul Cânaia. Es war ca. 15 Uhr.

Die Hütte war verschlossen und gegenüber gab es einen kleinen windschiefen Stall, der sicherlich schon lange keine Tiere mehr beherbergt hat. Holger sperrte den Heuboden auf und er sah sehr einladend aus, doch leider war das Dach undicht und das Heu nass. Aber im hinteren Teil der Bergwacht-Hütte gab es einen offenen Schlafraum für Notfälle wie unseren. Dort war es ziemlich muffig, aber es war nur alt und nicht vergammelt und wir hatten ja keine andere Wahl. Und später am Abend bei Gewitterregen, Kerzenschein und nach etwas Tuica wurde auch diese Hütte sehr gemütlich.

Mario hat sich am Nachmittag in der Sonne geaalt und wir gingen noch zum nächsten Gipfel. Die Ruhe und die Landschaft waren fantastisch. Später trafen noch zwei Wanderer an der Hütte ein, Radu (ein berühmter rumänische Fernsehjournalist) und seine Freundin Christina. Die beiden waren perfekt ausgestattet... denn sie hatten Zelt dabei und nächtigten auf der Wiese vor der Hütte. Sie bedauerten uns dafür, dass wir in dieser Hütte schlafen mussten :O).

Am Abend versuchten wir ein Lagerfeuer zu entzünden und wollten gemeinsam essen und schöne Geschichten erzählen. Doch es zog wieder ein heftiges Karpaten-Gewitter auf und so machten wir es uns im Vorraum der Hütte (bei der keine Tische und Stühle zum Inventar zählen) gemütlich. Das Gewitter wütete und die Wolken hingen tief über den Bergen. Doch wir waren froh, im Trockenen zu sitzen. Auf Isomatten sitzend bei Kerzenschein kreiste die Tuica-Flasche und die Geschichten wurden immer abenteuerlicher (und das bei erhöhtem Schwierigkeitsgrad, nämlich alles in Englisch!). Irgendwann waren alle Schokolade-Vorräte weggeputzt und auch der Tuica war leer! Es war zwar ein seltsamer Männertag, doch trotzdem schön!





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