Durch den vielfach dörflichen Charakter Siebenbürgens blieben Traditionen und Brauchtum oft lebendig, auch wenn durch das Aussterben zahlreicher deutschsprachiger Gemeinden auch manches verloren gegangen ist.
Bekannt und auf jeden Fall sehenswert sind die rumänischen Volkstänze in bunt bestickten Trachten. Anlässlich der Weihnachtsfeiertage und zu Neujahr werden Weihnachtlieder (colinde) gesungen und Maskenspiele aufgeführt.
In manchen Landstrichen wirken die Dörfer wie Freilichtmuseen. Es hat somit auch sein Gutes, dass hier das Geld fehlte (und noch fehlt), um zu modernisieren.
Somit ist vor allem die dörfliche, traditionelle Architektur eine der Hauptattraktionen des Landes. Auch in Museen (z.B. Sibiu - Museum der traditionellen Volkszivilisation) kann man sich über die bäuerlichen Traditionen informieren.
Die Töpferkunst, die Kunst der Holzbearbeitung, die Hinterglasmalerei (Ikonen), Folkloremasken, Musikinstrumente, Stickereien oder verzierte Ostereier sind genau wie Teppiche oder Kleidungsstücke aus Schafwolle beliebte Mitbringsel und werden an vielen Orten entlang der Straßen angeboten. (Achtung! Die Bestimmungen, was beim Zoll mitgebracht werden darf, ändern sich häufig - vorher erkundigen!)