Die meisten Rumänen können es sich nicht leisten, mit ihrer Familie in ein Restaurant zu gehen. Die sind zwar für Westeuropäer sehr billig, kosten jedoch die Einheimischen weit über 10 Prozent ihres Einkommens, wenn sie nur ein dreigängiges Menü bestellen.
Obwohl es auch zunehmend gute Restaurants gibt, wird man deshalb häufig vor allem die Hausmannskost kennenlernen.
Vieles wird aus Not, vielleicht auch manchmal aus Vergnügen selbst gemacht: Marmelade, eingelegtes Gemüse und Obst. Fast jeder hat Verwandte auf dem Land, die ihn mit frischen Eiern, Schmalz, Butter und Käse beliefern, mit Obst und Gemüse oder mit selbstgemachten "Schweinereien" wie Preßkopf, Hartwürsten, Speckseiten, Koteletts und Haxen. Viele halten sich in ihren Hinterhofgärten ein Schwein, Kaninchen oder Hühner.
Überflüssig zu erwähnen, dass hier Tomaten noch nach Tomaten schmecken. Auch Fleisch und Speck stammen meist von Weidetieren, die ihr Leben lang keine Hormonpräparate bekamen.
Sprichtwörtlich ist die Gastfreundschaft der Rumänen. So bekommt man manchmal schon früh morgens selbstgebrannten Zwetschkenschnaps oder ein Glas Wein angeboten. Was nach einem für unsere Begriffe oft deftigem Frühstück gar nicht so falsch ist.